Neuehrenfeld


Wohnen in einem multikulturellen Umfeld mit Vorteilen wie Gourmet-Restaurants aus aller Welt – das ist auch in Köln möglich.

Im Norden Kölns befindet sich der quirlige und sehr junge Stadtteil Neuehrenfeld. Der Name leitet sich vom Stadtteil Ehrenfeld ab, der bereits wesentlich länger existiert. In Neuehrenfeld entstand das erste Wohnhaus erst im Jahr 1871. Man versuchte, vor allem reichere Kölner hier anzusiedeln, was auch gelang. Die Wohnungen in den reich verzierten Gründerzeithäuser waren sehr großzügig und bei der Gestaltung der Wohnungen versuchte man, in den Höfen genug Platz für Gärten zu schaffen. Die betuchten Bewohner, meist Gelehrte und höhere Beamte, gaben dem Stadtteil zunächst den Namen „Tintenkleckserviertel“. Erst seit 1954 heißt das Gebiet offiziell Neuehrenfeld.


Die Gründerzeithäuser mit Stuckfassaden, die am in der Stadtmitte liegenden Lenauplatz zu finden sind, sind heute begehrter Wohnraum. Am Lenauplatz findet man auch den Max-und-Moritz-Brunnen und jahrzehntealte Baumriesen. Der Großteil Neuehrenfeld wird aber von zweckmäßigen Sozialbauten geprägt. Ein besonderes Projekt ist die generationenübergreifende Wohnanlage „Wohnen mit Alt und Jung“. Hier leben junge Familien mit Senioren unter einem Dach und der gesellschaftliche Austausch zwischen den Generationen wird bewusst gefördert.
Neuehrenfeld ist ein beliebtes Ziel für Gourmets. Dank seiner Bewohner, die aus allen Teilen der Welt kommen, findet man eine große Anzahl an asiatischen, afrikanischen und arabischen Restaurants, die gute Qualität zu vernünftigen Preisen bieten. Seit einigen Jahren wächst auch das Angebot an Szenebars und Clubs in Neuehrenfeld. Nachtschwärmer aus ganz Köln kommen immer häufiger zum Feiern.

Tagsüber prägen neben Wohnblöcken und Gründerzeithäusern vor allem die Kirchen das Stadtbild. Die Evangelische Versöhnungskirche wurde erst in den 1960er Jahren geschaffen und ist architektonisch höchst interessant. Etwas älter sind die drei katholischen Kirchen St. Peter, St. Barbara und St. Anna, die allerdings auch alle aus dem 20. Jahrhundert stammen. Seit dem Jahr 2004 hat auch die Jüdische Gemeinde wieder eine Heimat in Neuehrenfeld gefunden: Das neu errichtete Jüdische Wohlfahrtszentrum besteht aus einer Synagoge, einem Kindergarten, einer Schule und mehreren Verwaltungsgebäuden.

Das Kölner Vereinsleben pulsiert im  „Chinesen-Veedel“ (Chinesenviertel). Anders als der Name vermuten lässt stammt der Name nicht von einer hohen Anzahl an chinesischen Bewohner, sondern erinnert an eine Seeschlacht im Jahr 1900, in dem auch deutsche Marine zum Einsatz kam. Der im Chinesenviertel liegende Takuplatz wurde ebenfalls nach diesem Kampf benannt.

In Neuehrenfeld wohnen heute Migranten neben älteren Kölnern, die die Ruhe des Stadtteils schätzen. Mit Stadtbahn und vier Buslinien sind auch das Zentrum Kölns beziehungsweise umliegende Stadtteile schnell erreicht.