Mauenheim


Köln gilt als Vorreiter für Sozialbauten, die hier schon im frühen 20. Jahrhundert entstanden. Ein besonders sehenswertes Beispiel ist der Grüne Hof in diesem gemütlichen Stadtteil.

Hauptsehenswürdigkeit von Mauenheim ist der „Grüne Hof“. Dabei handelt es sich um eine große Wohnanlage, die insgesamt fast 700 Wohnungen umfasst. Errichtet vom Architekten Wilhelm Riphahn nach britischem und niederländischem Vorbild, war dieser Bau in den 1920er Jahren einer der ersten Sozialbauten Deutschlands. Erstmals wollte die Regierung der Bevölkerung billigen Wohnraum verschaffen. Der „Grüne Hof“ (der Name stammt übrigens vom begrünten Innenhof der Wohnanlage) wurde in den 1990er Jahren renoviert und ist bis heute ein sehr beliebter Wohnraum. Die Bauweise erinnert an mittelalterliche Häuser, wodurch der ganze Stadtteil älter wirkt als er eigentlich ist.

Eine weitere große Siedlung in Mauenheim ist die Nibelungensiedlung, die etwas jünger als der „Grüne Hof“ ist und insgesamt moderner wirkt. Auch die Nibelungensiedlung gilt wie der „Grüne Hof“ dank ihrer parkähnlichen Planung als „Gartenstadt“ und war Vorbild für Siedlungsbauten im ganzen deutschsprachigen Raum. In unmittelbarer Nähe zur Nibelungensiedlung findet man auch Klein- und Schrebergärten, die bei Kölnern auch als Wochenendhäuschen heiß begehrt sind.

Mauenheim ist zwar der kleinste Stadtteil Kölns, aber mit fast 6000 Einwohnern sehr dicht besiedelt. Die Gegend war bereits von den Franken bevölkert und wurde im Jahr 1199 erstmals als „Mauenheim“ bezeichnet. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte erlangt die „Herrlichkeit Mauenheim“ eine immer größere Bedeutung. Allerdings verlor Mauenheim seinen Status als eigene Gemeinde im 18. Jahrhundert und galt bis 1933 als bloßer Teil von Nippes. Erst seitdem trägt der Stadtteil wieder seinen ursprünglichen Namen. Dieser wurde übrigens bei einem Wettbewerb ermittelt – es standen durchaus auch andere Namen zur Auswahl!

Mauenheim ist dank Bussen und Stadtbahnen gut mit dem Zentrum Kölns verbunden. Es gibt eine katholische Kirche (St. Quirinus und Salvator) sowie ein äußerst lebendiges Vereinsleben. Wie in zahlreichen anderen Stadtteilen Kölns vergisst man in Mauenheim manchmal, dass man in einer Großstadt lebt, fühlt man sich doch in dem kleinen Mauenheim eher wie in einem Dorf. Gerade diese familiäre Atmosphäre bei gleichzeitiger Nähe zur Stadt wird von den Bewohnern hoch geschätzt und deshalb wächst Mauenheim stetig.