Riehl


Im grüne Norden von Köln lässt es sich leben: Attraktive Freizeitangebote, architektonische Denkmäler aus vergangenen Zeiten sowie eine optimal ausgebaute Infrastruktur sorgen für beschauliche Abwechslung.

Direkt am linken, nördlichen Rheinufer von Köln befindet sich der traditionsreiche Stadtteil Riehl. Sein Kennzeichen ist die Verbindung urbaner Lebendigkeit mit ländlicher Beschaulichkeit, was zum Beispiel den südlichen Teil als beliebtes Wohngebiet ausweist. Anfang des 20. Jahrhundert entstanden in Riehl neben herrschaftlichen Villen auch Genossenschaftswohnungen: Diese historisch brisante Mischung mit ihrem spezifischen, architektonischen Flair ist heute bei den Kölnern sehr gefragt. Namentlich handelt es sich dabei um das Naumannviertel, das Floraviertel und den Riehler Gürtel. Eine sakrale, aber dafür moderne Sehenswürdigkeit ist die Pfarrkirche St. Engelbert von 1931.

In vielfältiger Hinsicht eine einzigartige Mischung

Die Riehler Aue bringt die Natur in die Stadt. Inmitten von Grünflächen und Baumgruppen ist für Erholung sowie ein breit gefächertes Freizeitangebot gesorgt. Beispiele dafür sind der Botanischer Garten sowie der Kölner Zoo. Auch ein bekanntes Restaurant oder die Kölner Jugendherberge haben sich für diesen Standort entschieden. Einzigartig ist die Seilbahn, die vom Zoo über den Rhein direkt in den Rheinpark führt.

In historischer Hinsicht hat der heutige Stadtteil ebenfalls einiges zu bieten. Die erste urkundliche Erwähnung ist mit 972 datiert, in der Folge wird öfter von eher unschönen Ereignissen wie Hochwasser und Kriegen bereichtet. Aber dieser Ort ist auch auf positive Art und Weise in die Annalen der Geschichte eingegangen: Der erste Baumeister des Kölner Doms, Meister Gerhard von Rile, stammte aus dem Ort. Nach einigen Herrschaftswechseln erfolgte im Jahre 1888 schließlich die Eingemeindung mit der Domstadt. Mit dem Colonia-Haus entstand in den 1970er Jahren das damals höchste Wohnhaus Europas. Das 45 Stockwerke umfassende Gebäude musste diesen Titel inzwischen zwar abgeben, deutschlandweit hält es in dieser Disziplin aber immer noch den Rekord.

Infrastrukturelle Dichte - da fährt nicht nur der Zug drüber

Mit einer dichteren Bebauung des Gebietes konnte übrigens erst um 1870 begonnen werden. Zuvor musste der direkt angrenzende Rhein erst in sichere Bahnen gelenkt werden. Nachdem die Überschwemmungsgefahr gebannt war, setzte eine rege Bautätigkeit ein. Damals entstanden Häuser und Straßen, die noch heute als urbane Keimzelle des Stadtteils gelten.

Das heutige Zentrum bildet die Stammheimer Straße. Sie verkörpert mit ihren vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten, Kneipen usw. das pulsierende Herz des Stadtteils. Das Ortbild insgesamt ist hingegen von großen Wohnbaukomplexen und breiten Durchzugsstraßen geprägt. Eine Reihe von Straßenbahn- und Busverbindungen sowie die Amsterdamer und die Riehler Straße verbinden den Stadtteil sowohl individuell als auch öffentlich mit der Innenstadt.

Die Industriestraße führt vier- bis sechsspurig direkt auf die A1. Neben den vielfältigen Verkehrsadern verfügt der Ort aber auch über eine soziale Ader. Ein früheres Altenheim dient heute als Heimstatt der „Sozial-Betriebe Köln“, in der Amsterdamer Straße befindet sich eines der bedeutendsten Kinderkrankenhäuser auf gesamtdeutschem Gebiet.